Worte in den Monat


FamilienHaus

Wird ein Kind im Haus seiner Familie nicht um seiner selbst willen geliebt, gar abgelehnt, es dieses ganz persönlich für sich nimmt,
seinen Wert nicht spürt
und seinen Lebensweg nun damit weitergeht.
Ganz tief in seinem Innern es seinen Platz im Hause seiner Familie nicht findet,
hungrig nach Liebe bleibt und insgeheim,
ihm unbewusst, es immer auf der Suche bleibt,
nach dem, was ihm doch zusteht, schon die ganze Zeit.

Erwachsen es verlässt das FamilienHaus und folgt
der Sehnsucht unbemerkt.
Trägt sie mit sich und trägt sie an…
bei jedermann…
…und findet nicht, was ihm so fehlt!

Erst wenn bewusst ihm wird,
dass die Zeit ist verpasst,
es längst überlebt und viel zu viel geleistet hat,
um zu erhalten das,
was es doch brauchte, damals, als es noch zu überleben galt,
es stoppen kann,
die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, nach Halt.

Diese Sehnsucht trieb es all die Zeit
Ihm gänzlich unbewusst,
stets in die eigene Vergangenheit.

Still wird es nun tief in dem erwachsenen Kind.
Die Hoffnung stirbt, die Sehnsucht endet.
Verschlossen bleibt die Tür im Hause der Familie.
Seinen Platz hat es in diesem Haus
… doch fühlen wird es ihn nie.
Verpasste Liebe in der Vergangenheit…
Verpasst…
für alle Zeit.

Ein „Schade“ nun
ist das was bleibt
im Blick auf die Vergangenheit.

Zum Überleben hat die Liebe wohl gereicht,
und das genügt zugleich.
Das Beste nun draus machen,
erkennen die eigene Überlebensstrategie,
frei sein, unabhängig machen,
was zu sich selber führt.
Die eig`ne Liebe spüren,
den Platz im eigenen Leben für sich finden.
Ihn fühlen und füllen mit sich und allen Talenten,
Werte neu definieren,
die eigenen und die der anderen.
Liebe lernen,
leben, nehmen und geben…
Frieden finden.

So geht`s.

Marion Rabe


Marion Rabe
Literarische Werke