Herzlich willkommen!


Am Ende Jahres-Ende

Wer kennt es nicht, das Gefühl des nahenden Endes eines jeden Jahres. Weihnachten steht vor der Tür. Der letzte Monat des Jahres hat begonnen. Am 24. Dezember muss alles erledigt sein: Alle Geschenke besorgt und eingepackt, Lebensmittel in riesiger Fülle, Wohnung auf Vordermann, Auto glänzend, Frisur akkurat, allen Weihnachtsfeiern zugesagt, alle eingeladen, wer geht in diesem Jahr zu wem und dann gemeinsam wohin, alle zufrieden gestellt. Und das alles im kürzesten Monat des Jahres. Nicht nur, dass dieser nur 24 Tage hat, nein, es fehlt auch an genügend Wochenenden. Wir geraten unter Druck. In drei Wochen alles unter einen Hut zu bringen und das bitte mit Liebe in Besinnlichkeit.
Die Zeit wird knapp. End-Zeit-Stimmung. Leichte bis schwere Stresssymptome stellen sich ein. Manchmal sogar Fluchtgedanken...

Und überhaupt, was ist eigentlich mit dieser Zeit zwischen dem 24. und dem 31. Dezember?
Das ist so eine Art Zwischen-Zeit, die wir dazu nutzen, Böller und die Silvesterfeier zu organisieren, wozu wir wieder in die Innenstädte rasen und Geschäfte stürmen, um erneut für Vorräte zu sorgen und um nicht passende Weihnachtsgeschenke umzutauschen. Selbst diese Zwischen-Zeit ist viel zu kurz. Nur fünf (!) Tage, um alles für das endgültige Ereignis bereit zu haben.

Bei all der Hektik, denken wir doch mal weiter: Trotz Jahres-Ende geht es übergangslos weiter. Ganz im Ernst! Es hört nicht mal so eben auf. Es geht tatsächlich weiter. Von 24 über eine „Zwischen-Zeit“ bis 31 und danach??? Ganz einfach! Wir setzen unseren Alltag mit der Eins fort....

Fuß vom Gas. Besinnen wir uns auf das, was uns Weihnachten eigentlich bescheren soll: Toleranz, Verständnis, Mitgefühl, Nächstenliebe, Liebe und Geborgenheit. Ganz egal, ob das Auto glänzt, die Fenster sauber sind oder die Frisur akkurat von links nach rechts, vorn nach hinten oder hinten nach vorn gekämmt ist...

Ein Tipp zum Schluss: Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihren Lieben über Ihre eigenen Erwartungen, wie Sie sich das Fest vorstellen. Niemand kann wissen, was der andere so erwartet, ansonsten sind Missstimmungen vorprogrammiert. Finden Sie gemeinsam Lösungen und dann lassen Sie Weihnachten und das Jahres-Ende einfach passieren...

Dazu wünsche ich Ihnen den nötigen Mut, die erforderliche Toleranz und viel Humor... und wenn Sie nicht alle und alles bis zum 31. 12. unter einen Hut bekommen haben, dann organisieren Sie ab der Eins doch einfach weiter.

Eine harmonische Zeit und ein gelungenes Fest der Liebe mit glücklichem Übergang von der Einunddreißig in die Eins wünscht Ihnen herzlichst


Marion Rabe



Wenn jeder jeden Tag seines Lebens auch nur einem einzigen Lebewesen zur Seite steht, hat er die Welt bereits reicher gemacht...




Marion Rabe
Literarische Werke